Mittelstand

Mittelstand

Der Mittelstand bildet mit seinen rund 3,7 Millionen Betrieben und Familienunternehmen gemeinsam mit den Freien Berufen das Herzstück unserer Volkswirtschaft. Etwa 99 Prozent aller Unternehmen sind dem Mittelstand zuzurechnen. Er ist der größte Arbeitgeber in Deutschland. So sind gut 70 Prozent der Erwerbstätigen und mehr als 83 Prozent der Auszubildenden in mittelständischen Betrieben tätig. Diese statistischen Daten verdeutlichen, welch immense Bedeutung der Mittelstand für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft hat:

  • Die regionale Verwurzelung und die von Verantwortung geprägte Verbundenheit mittelständischer Unternehmer mit den eigenen Mitarbeitern bilden einen Stabilitätsanker.
  • Mittelständler sind Leistungsträger, die anpacken, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und die sich ehrenamtlich engagieren.
  • Der Mittelstand ist für Beschäftigung, Wachstum und gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar.

Der Mittelstand denkt in Generationen, nicht in Quartalsberichten, und er steht ohne wenn und aber zum Standort Deutschland. Investitionen und Unternehmensentscheidungen werden nicht mit Blick auf kurzfristige Renditen, sondern im Sinne einer langfristig stabilen und guten Unternehmensentwicklung getroffen, deshalb ist gerade für familiengeführte, mittelständische Unternehmen Planungssicherheit ein hohes Gut. Gleichzeitig muß den Unternehmen Spielraum gelassen werden, um wichtige Investitionen durchführen zu können. Eine überbordende Bürokratie belastet den Mittelstand besonders. Wir müssen den Bürokratieabbau konsequent vorantreiben. Wir haben zwar seit 2007 rund 12 Milliarden Euro an unnötiger Bürokratie abgebaut – das sind ungefähr 25 Prozent der bestehenden Bürokratiekosten für die Wirtschaft –, wir brauchen aber eine Wirtschaftspolitik mit dem Grundsatz „Weniger ist mehr“. Nur ein Weniger an Bürokratie, kürzere Genehmigungsfristen und weitgehende Entlastungen bei Steuern und Abgaben schaffen Freiräume für die Eigeninitiative von Bürgern und Unternehmern.

Parlamentskreis Mittelstand

Ich bin seit 1998 stellvertretende Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (PKM) und gehöre dem geschäftsführenden Vorstand an. Mit seinen etwa 160 Mitgliedern ist der PKM die größte soziologische Gruppe innerhalb des Deutschen Bundestages. Das bietet uns beste Möglichkeiten, um uns auf der Grundlage ordnungspolitischer Grundsätze themenübergreifend in allen Politikfeldern dafür einzusetzen, daß die mittelständischen Unternehmen in Deutschland die geeigneten Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume erhalten, die sie für den Erfolg im internationalen Wettbewerb brauchen. Unser Maßstab sind Inhalte des Leitbildes der Sozialen Marktwirtschaft, und zwar marktwirtschaftliche Lösungen vor staatlicher Bevormundung, Eigentumsschutz und fairer Leistungswettbewerb.

Unternehmerfrauen im Mittelstand

Im Jahr 1999 habe ich die Arbeitsgruppe "Unternehmerfrauen im Mittelstand", die zweimal jährlich in Berlin tagt, gegründet.Während der Tagungen referieren Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden vor den etwa 50 Teilnehmerinnenüber aktuelle Themen aus ihren Arbeitsfeldern und liefern Hintergrundeinblicke, die über die Medien nicht unbedingt zu bekommen sind. Die Tagungsteilnehmerinnen haben darüber hinaus die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und politische sowie wirtschaftliche Konzepte auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen. Sie geben Rückmeldungen, von denen auch die Referenten der Tagung intensiv profitieren. Über die Ergebnisse der Tagungen werden bundesweit rund 500 Unternehmerinnen informiert.

Die Teilnehmerinnen der Tagungen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet; regionale Schwerpunkte aber bilden Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg. Sie leiten Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen; es sind inhabergeführte Handwerksbetriebe, aber auch die Freien Berufe, der Einzelhandel und die Bauwirtschaft vertreten. Die Unternehmensgröße der von den Teilnehmerinnen geleiteten Betriebe reicht vom Kleinstunternehmen (ein bis zehn Beschäftigte) bis zu mittleren Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte) und deckt damit das volle Spektrumder sogenannten KMU ab.

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