Ohne freie Presse - keine lebendige Demokratie

Ohne freie Presse - keine lebendige Demokratie
03.05.2021

Zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai 2021:

Ohne freie Presse und öffentlich-rechtliche Medien - keine lebendige Demokratie

Propagandamaschinen, ohne journalistischen Wahrheitsgehalt, die sich aber dreist als Medien betätigen, um gezielt Desinformation zu verbreiten, haben keinen Anspruch darauf sich als ‚freie Presse‘ zu bezeichnen oder als solche behandelt zu werden.

Das gilt insbesondere im digitalen Zeitalter, in dem die sozialen Medien eine immer größere Rolle ausfüllen. Gerade weil im Netz die Gerüchteküche schmort und die sozialen Medien als Plattformen für Herabwürdigung und Hass missbraucht werden, muss der Qualitätsjournalismus sich im Sinne der Wahrheitsdienstleistung an der Demokratie verstehen.
Presse- und Meinungsfreiheit sind das Rückgrat unserer Demokratie und der Gradmesser unserer offenen Gesellschaft. Freiheit ist nie einseitig, sondern wird ständig neu austariert.


Die Gewalt gegen Medienschaffende in Deutschland nimmt zu.


Die Mehrheit der körperlichen und verbalen Angriffe ereignete sich oft auf oder am Rande von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen. Journalistinnen und Journalisten sind geschlagen, getreten und zu Boden gestoßen worden, sie sind bespuckt und bedrängt, beleidigt, bedroht und an ihrer Arbeit gehindert worden. Mehr als drei Viertel aller körperlichen Angriffe spielen sich auf oder am Rande von Demonstrationen ab.
Anfeindungen und Einschüchterungen gegen Journalistinnen und Journalisten müssen wir uns alle entschieden entgegenstellen.


Hintergrund:
In der weltweiten "Rangliste der Pressefreiheit 2021" schätzt die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) die Pressefreiheit hierzulande wegen der ansteigenden Gewalt auf Demonstrationen nicht mehr als "gut", sondern nur noch als "zufriedenstellend" ein. (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/weltkarte)