Impfen und Testen - Wie ist der aktuelle Stand?

18.03.2021

Impfen und Testen –  Stand vom 18.3.2021  -

Alle  aktualisierte  Informationen sind über die unten stehenden Links zugänglich

Nicht zuletzt die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die die Bürgerinnen und Bürger an uns als Fraktion und uns Abgeordnete herantragen.

Mit den untenstehenden Links erhalten Sie den neueste Sachstand zum Thema Corona-Impfungen und Corona-Tests – darunter die Website des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert-Koch-Instituts, des Paul-Ehrlich-Instituts und der Europäischen Kommission. Die Informationen auf diesen Seiten werden fortlaufend aktualisiert.

Unter den häufig gestellten Fragen, die das Bundesgesundheitsministerium zum Impfstoff von AstraZeneca beantwortet, möchten wir eine hervorheben – nämlich die, ob es vertretbar gewesen wäre, trotz des Auftretens von Hirnvenen-Thrombosen weiter zu impfen. Die Antwort lautet klar und deutlich: Nein. Denn der Staat hat besondere Sorgfaltspflichten gegenüber seinen Bürgern. Er muss prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen der Impfung und den Thrombosen besteht, und er muss die Impfwilligen über die neue Risikolage informieren.

Auch Fragen, die sich rund um die Teststrategie stellen, beantwortet das Bundesgesundheits-ministerium. Auf seiner Homepage wird beispielsweise erklärt, welche Art von Test sich zu welchem Zweck eignet, wie Sie ihn bekommen und wer ihn bezahlt. Wichtig dabei: Es gibt genügend Antigen-Schnelltests. Die Länder und Kommunen müssen sie nur abrufen – und machen das auch zunehmend.

Warum wurde das Impfen mit AstraZeneca ausgesetzt?

In mehreren Fällen wurde in Deutschland in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung mit AstraZeneca eine spezielle Form von schwerwiegenden Hirnvenen-Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen festgestellt. Deswegen hat das Paul-Ehrlich-Institut empfohlen, die Impfung mit AZ vorsorglich auszusetzen, um die Fälle weiter zu untersuchen. Das Bundesministerium für Gesundheit ist dieser Empfehlung gefolgt.

Wäre es vertretbar gewesen, weiter zu impfen?

Nein. Die gemeldeten Fälle wurden von Experten beim PEI begutachtet, die EINSTIMMIG zum Ergebnis gekommen sind, dass "die beobachteten Fälle mit der Impfung zusammenhängen könnten". In dieser Situation sind PEI und BMG verpflichtet, die abgestimmten Verfahren bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA ein¬zuleiten. Unabhängig davon mussten die Impfungen vorläufig gestoppt werden. Denn selbst wenn entschieden wird, trotz der Warnungen weiter zu impfen, müssen erst die impfenden Ärztinnen und Ärzte informiert sowie die Impflinge selbst über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Der Staat hat bei empfohlenen Impfungen besondere Sorgfaltspflichten.

Wer muss die Tests beschaffen?

Schnell- und Selbsttests zum Einsatz in Testzentren, Schulen, Pflegeheimen etc. beschaffen die Bundesländer in eigener Zu- ständigkeit. Der Bund hat bei verschiedenen Herstellern Kontingente gesichert, damit genügend Tests für den deutschen Markt zur Verfügung stehen.

Was macht die neu eingerichtete Task Force?

Mit der Task Force hilft der Bund den Ländern, die Bestellung der Tests zu optimieren. Aktuell haben die Länder die Möglichkeit, ein Starter-Paket Tests direkt beim Hersteller Roche zu bestellen. Eine mögliche Option ist eine Bestellplattform zu etablieren, damit Schulen und Kitas die Schnelltests einfacher abrufen können. Es bleibt aber Aufgabe der Länder, ihre Schulen und Kitas mit Schnelltests zu versorgen.

Wer zahlt was?

Die Länder beschaffen und organisieren die Tests vor Ort und bauen dafür ggf. Testzentren auf oder aus. Für die Versorgung ihrer Einrichtungen (Kitas, Schulen) kommen die Länder selber auf. Der Bund übernimmt dagegen die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden.

 

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